Internet im Privathaushalt:
Welche Geschwindigkeit?

Beim privaten Internetanschluss gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren, um im Tarifdschungel einzelner Anbieter nicht völlig den Überblick zu verlieren. Gerade dann, wenn auch Kinder mit im Haushalt sind und neben eigenen Rechnern womöglich noch über internetfähige Mobiltelefone verfügen, darf eine ausreichend große Übertragungsgeschwindigkeit nicht fehlen.

Mit dem Handy ins Netz
– ein langer Weg

Per Handy ins Internet zu gehen war lange Zeit ein nutzerunfreundlicher und mühseliger Vorgang. Die um das Jahr 2000 aufgekommene UMTS-Technik ermöglichte erstmals halbwegs vernünftige Ladezeiten und nach jahrelangem Netzausbau flächendeckende Verfügbarkeit, doch hielt sich die Nutzung durch private Handybesitzer noch in Grenzen. Grund waren völlig überteuerte Tarife, die durch die von den Telekommunikationsunternehmen kostspielig erworbenen UMTS-Lizenzen zustande kamen. Durch eingeschränkte Funktionen und im besten Falle mit einer Kamera und einem MP3-Player ausgestattet, waren Mobiltelefone noch lange nicht die praktischen Allzweckgeräte, die sie heute sind und kamen für mobiles Surfen nur bedingt in Frage. Das änderte sich schlagartig, als erste speziell auf die Internetnutzung ausgelegte Geräte den Markt eroberten, namentlich das iPhone und der Blackberry im Jahr 2007. Schlagartig erfuhr das Internet seinen zweiten Geburtstag und hatte nun seinen Nutzungsbereich vom ausschließlichen Hausgebrauch auf die kleinen Handgeräte erweitert. Flatrates, die eigens fürs Surfen bestimmt waren, schufen eine für Nutzer ansprechende und übersichtliche Preisgestaltung und neue, leicht bedienbare Smartphones ermöglichten eine unkomplizierte Handhabung. Mit immer neuen Übertragungstandards, wie HSDPA oder der zurzeit am weitesten verbreiteten LTE-Technik, erreicht Mobiles Internet Geschwindigkeiten von theoretisch bis zu 300 Mbit/s.

Engpässe vermeiden

Für den Internetanschluss in den eigenen vier Wänden wachsen gleichzeitig die Leistungsanforderungen, schließlich steht in privaten Haushalten mittlerweile oftmals mehr als nur ein Rechner. Zusätzlich verfügen in vielen Familien gleich mehrere Personen, mitunter und je nach Alter auch Kinder, über eigene Smartphones. Die drahtlose Internetverbindung ist demnach einer viel höheren Beanspruchung ausgesetzt als noch vor ein paar Jahren. Damit der Seitenaufbau des Web-Browsers nicht verdächtig langsam von statten geht oder es nicht gar zu plötzlichen Ausfällen kommt, sollte Sie einen Tarif wählen, der ausreichend Kapazitäten und Geschwindigkeiten für das mobile Internet zur Verfügung stellt.

Tarife vergleichen

Ein Wechsel zu neuen DSL-Flatrate-Tarifen verschiedener Anbieter kann daher Abhilfe schaffen. Große Bandbreiten von bis zum 50 Mbit/s werden sich schnell positiv bemerkbar machen, denn so können theoretisch gleich auf mehreren Geräten gleichzeitig Videos gestreamt, Daten heruntergeladen oder ganz normal gesurft werden, ohne dass ein Familienmitglied Qualitätseinbußen feststellen wird – ganz egal, ob auf dem Notebook oder via Smartphone. Vereinzelt werden auch schon 100 Mbit/s-Leitungen für Privathaushalte angeboten, doch dürfte es nur wenige Menschen geben, die diese tatsächlich von der Leistung voll ausnutzen können. Nur für Großnutzer, bei denen riesige Datenvolumen tagtäglich hoch- und heruntergeladen werden, ist eine derartig starke Verbindung gegenwärtig sinnvoll. Für Eltern und Kinder, die mit ihren mobilen Geräten daheim surfen, dürfte eine DSL-Bandbreite von maximal 50 Mbit/s mehr als genug sein.






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